Wenngleich das Spiel gegen Dudenhofen/ Schifferstadt am Ende deutlich und sportlich verdient mit 14:26 verloren ging, so konnten alle Beteiligten stolz auf die Leistung unserer Pfalzliga-Mädels sein. Als deutlicher Außenseiter ging man in das Spiel gegen den Tabellenführer. Von Respekt oder gar Angst ob der deutlichen Auswärtsniederlage im Hinspiel war unseren Mädels jedoch nichts anzusehen. Im Gegenteil: Die erste Halbzeit war das Beste, was dieses Team in der kurzen Zeit seines Bestehens auf die Platte brachte.

Bis Ende der 1. Halbzeit war man, auch Dank der bärenstarken Neu-Torhüterin Mia, in Führung, teilweise mit 3 Toren. Mit einem 11:11 ging man in die Pause. Nach der Pause zeigte der Favorit aus Dudenhofen/ Schifferstadt dann sein ganzes Können. Insbesondere die Pfalzauswahl-Spielerinnen in Reihen der Gäste waren es, die am Ende für einen etwas zu hohen Gästesieg sorgten. Unseren Mädels fehlt es hier noch an der Konstanz und Konzentration über die komplette Spielzeit mit einem solchen Gegner mitzuhalten.

Ein großer Wermutstropfen blieb aber über dem Spiel hängen. Während die Spielerinnen der Gäste durchweg fair blieben, erreichte das Verhalten einiger Gästeeltern an diesem Tag Ausmaße, das unseren Kindern leider noch einige Zeit in Erinnerung bleiben wird. Ausdrücklich sei an dieser Stelle erwähnt, dass auch unsere Eltern oft emotional bei der Sache sind und das ein oder andere Mal über das Ziel hinaus schießen. Dass jedoch gegen Kinder des gegnerischen Teams (in diesem Fall unsere JSG-Kinder) gewettert wird, sie gar als „Opfer“ bezeichnet werden, ist in der Form nicht hinnehmbar. Abgesehen davon, was sich der junge Schiedsrichter an diesem Tag anhören musste.

Bei aller Emotion befinden wir uns im KINDERHANDBALL. Es ist schon schade, dass immer weniger Kinder den Weg in den Sport finden, sich aus der Not immer mehr Spielgemeinschaften gründen, nur noch wenige junge Menschen die schwere Schiedsrichterausbildung auf sich nehmen. Ohne Respekt, ohne die Vorbildfunktion für die eigenen Kinder wahrzunehmen, wird diese traurige Entwicklung sicher nicht gestoppt. Motivierte und engagierte Eltern sind für den Kindersport überlebenswichtig, übermotivierte Eltern machen ihn kaputt. Vielleicht macht sich der ein oder andere beim Lesen dieser Zeilen einige Gedanken.

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